Das Leben heilen. Texte über Gesundheit und Heilung in lebendigen Systemen. Foto von Petra Kemper

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Eckehard W. Rechlin

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Stabile Wurzeln entwickeln
Ein Interview mit Katrin und Thomas Kahmann, Ärztin und Heilpraktiker
Die Fragen stellte Eckehard W. Rechlin

Leseprobe aus:
Das Leben heilen

SCHMIEDE EDITION . Band 3 . Herausgegeben von Eckehard W. Rechlin
GROTE Verlag Hamburg . November 2008

Das Leben heilen . Texte über Gesundheit und Heilung in lebendigen Systemen


Thomas Kahmann ist Krankenpfleger und Heilpraktiker und betreibt eine Praxis für Ganzheitliche Kinesiologie, Osteopathie und Naturheilverfahren. Seine Frau Katrin ist gelernte Bankkauffrau, Ärztin für
Allgemeinmedizin und Homöopathie. Beide arbeiten unter dem Dach einer interdisziplinären Praxengemeinschaft in Reppenstedt bei Lüneburg.

Der freundschaftlich-familiäre Ton und das "Du" in der Anrede wurden im Text beibehalten. Wir kennen uns schon viele Jahre und stimmen in unserem Menschenbild und im Grundverständnis vom Leben, Wachsen und Heilen überein.

E.: In diesem Buch vertreten wir den Ansatz, dass Gesundheit mehr ist als ein reibungsloses Funktionieren der Körpermaschine. Was bedeutet es für euch, die Gesundung oder Heilung eurer Patienten zu unterstützen? Was brauchen die Menschen in der heutigen Zeit vor allem?

T.: Als erstes möchte ich jeden dazu ermutigen, gesundheitliche Störungen ernst zu nehmen, sie nicht zu ignorieren nach dem Motto, es ist gekommen, es muss auch wieder gehen, es geht alles weiter so. Ich bin der Meinung, was sich im Körper manifestiert hat, braucht auch Aufmerksamkeit.

Ich möchte, dass die Behandlung zügig Symptome bessert. Wenn jemand akute Schmerzen hat, ist es mein Ziel, dass die Schmerzen sich schnell bessern. In einem nachfolgenden Behandlungsschritt beleuchte ich dann durch die ganzheitliche kinesiologische Behandlung die verschiedenen Ebenen und Aspekte, die zur nachhaltigen Heilung notwendig sind.

E.: Wie verstehst du dich in deiner Profession?

T.: Immer mehr als Handwerker! In den letzten Jahren akzeptiere ich es zunehmend für mich, auch Handwerker zu sein. Wenn ich - wie in der Osteopathie - effektive Möglichkeiten habe, handwerklich tätig zu sein, dann nutze ich sie mit Freude und Dankbarkeit. Am besten funktioniert eine Behandlung allerdings immer dann, wenn ein Patient bereit ist, auch andere Ebenen mit anzugucken, wenn er bereit ist, zuzulassen und zu akzeptieren, was kommt und was vielleicht aufbricht.

K.: Für mich ist der Oberbegriff das Ganzheitliche oder das Einheitliche. Ich wünsche jedem, dass er in seinem Leben zunehmend zu seiner eigenen Intuition oder seinen spirituellen Wurzeln kommt. Ich finde, dass es eigentlich um Wurzelsuche geht. Um ganzheitlich zu werden und zu wachsen, auch durch Krisen, vielleicht auch in einer chronischen Krankheit, braucht es Raum und Zeit. Zum wichtigsten im Leben gehört, sich selber anzunehmen und angenommen zu werden. Damit kann ich Glück erfahren und nicht damit, ob etwas wieder repariert ist oder nicht. Durch das Angenommen-Sein erfahre ich meine eigene Ganzheitlichkeit. Wenn ich von mir weg bin oder mich selber noch nie gekannt habe - dass ich dann mein eigenes Selbst entdecke, wiederfinde oder vervollständige. Dazu gehört natürlich auch die körperliche Gesundheit, aber das ist ja nicht alles.

E.: Hast du den Eindruck, dass viele Menschen entwurzelt sind?

K.: Ja. Zunehmend. Im Prinzip ist ja die ganze Gesellschaft in der Krise. Viele gucken nur noch auf sich und achten zuallererst darauf, wie sie die eigenen Vorteile sichern können. Die Globalisierung in der Wirtschaft bedroht viele Existenzen. Von Familien wird gefordert, dass sie jederzeit umziehen, um einen Job zu erhalten - das trägt zur äußeren Entwurzelung bei. Dazu kommt die innerliche Entwurzelung: Vor fünfzig Jahren waren die Werte konservativ, aber es waren Werte da, auch spirituelle Werte. Heute gibt es häufig eine Werte-Entwurzelung. Alles ist schnellebig, und es ist beliebig; es ist mehr Freiheit da, aber immer weniger Verankerung. Ich glaube, dass immer mehr Menschen eine Sehnsucht nach Wurzeln entwickeln.

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schmied

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