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Entré.
Unsere Wünsche sind
Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten
desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden. Was wir
können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft
außer uns und in der Zukunft dar; wir fühlen eine Sehnsucht
nach dem, was wir schon im Stillen besitzen. So verwandelt ein
leidenschaftliches Vorausergreifen das wahrhaft Mögliche in ein
erträumtes Wirkliche.
Johann Wolfgang von Goethe. Aus meinem
Leben. Dichtung und Wahrheit.
Ich
heiße Thomas. Ich bin 46 Jahre alt und lebe in Hamburg.
Ich bin Schauspieler, Texter und ... dazu später.
Am Anfang, aber nicht zu Beginn. Ich
machte mein Abi, und gleich danach begann die Zeit der Fragen: Was tun?
Von meiner Elternseite gab es klare Vorstellungen: Mach was, was dich
absichert. Arzt, Rechtsanwalt oder zwölf Jahre Bundeswehr. Nicht
schlecht, dachte ich. Aber nicht meins. Ich wollte mit Menschen
arbeiten. Und entschied mich für etwas Pädagogisches. Helfen.
Mich um die kümmern, die Hilfe notwendig haben. Da sein und geben.
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Im Ort
gab es ein Heim für Kinder, die
nicht in ihrer Familie aufwachsen konnten. Ich nahm Kontakt auf, machte
dort ein Praktikum und arbeitete ein Jahr als Erziehungshelfer. Es war
eine gute, lehrreiche Zeit. In meiner Naivität glaubte ich, dass
es
ausreichte, da zu sein und alles zu geben, ohne auf mich zu achten.
Eine
der wesentlichsten Lehren: Nein sagen, Grenzen ziehen.
Während dieser Zeit
half mir der pädagogische Leiter weiter und empfahl
mir Sonderpädagogik. Die Elternreaktion: Ein Lehrer in der
Familie? Das
darf doch nicht wahr sein ...
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"Mut zum eigenen Weg"!
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