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Warum,
wieso, weshalb? Jemand hat einmal zu mir gesagt: Mut ist Angst
in
Bewegung, und ich meine, das stimmt. Dann wäre das mit dem Mut ja
schon einmal geklärt. Aber was ist mit dem eigenen Weg? Tja, ich
könnte jetzt philosophisch werden.
Was ist denn der eigene Weg? Wodurch
zeichnet er sich aus? Woran erkenne ich, dass es der eigene Weg ist und
ich nicht davon abgekommen bin? Und warum brauche ich um Gottes Willen
Mut dazu, den eigenen Weg zu gehen? Ist es nicht das Natürlichste
auf der Welt, den eigenen Weg zu gehen? Andererseits, warum sich selbst
durchs Dickicht schlagen, wenn ein anderer uns schon den Weg gebahnt
hat? Ist doch schließlich viel bequemer, den schon gebahnten zu
nehmen.
Jetzt ist die Verwirrung
komplett!
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Ich liebe das Chaos!
Ich bin
Künstlerin, eine Schaffende. Und Künstler lieben das Chaos.
Sollten sie zumindest. Denn aus dem Chaos entsteht alle Schöpfung.
Auch ich bin aus dem Chaos entstanden:
ich war nicht geplant. Als Kind war ich eine Träumerin. Ich konnte
stundenlang aus dem Fenster schauen und mir die tollsten Dinge
vorstellen. Ich hatte eine heimliche Verbündete, sie hieß
Moinka. Sie haben sich nicht verlesen: genau so hieß sie. Ich war
die einzige, die sie sehen konnte. Wenn ich etwas angestellt hatte, war
sie die Verantwortliche. Von der Schule habe ich nicht viel
mitgekriegt, zu oft aus dem Fenster rausgeguckt. Das wurde schlagartig
besser, als ich in die 5te Klasse der Waldorfschule in Nürnberg
kam. Das war schon eher etwas für mich und meine Fantasie. Ich
kann mich noch daran erinnern, wie wir die vier Temperamente
durchnahmen und uns kleine Geschichten dazu ausdenken sollten. Ich
liebte das. Wie reagiert der Choleriker auf den Melancholiker bei einer
Bergwanderung?
Eine weitere wichtige Rolle spielte das
Theater für mich. In der Waldorfschule inszenierten wir als ganze
Klasse jeden Tag ein Theaterstück. Für manche war das eine
Qual, für mich ein wundervoller Weg, meine Gefühle
auszudrücken ...
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"Mut zum eigenen Weg"!
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