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"Wer nach außen schaut, träumt.
Wer nach innen schaut, erwacht."
- Carl Gustav Jung
Die
Geburt - die Welt ist verwirrend. Mitten im Krieg wurde
ich geboren. Was hat sich meine Seele wohl dabei gedacht? Gab es
für mich keine bessere Zeit, auf die Erde zu kommen? Ich halte ihr
zugute, dass sie sicher wusste, warum gerade diese Zeit für mich
die "beste" zu sein schien.
Ich fand
diese Idee jedenfalls nicht
ideal. Meine Fantasie erzählte mir, dass ich durch den Bauch
meiner Mtuter hindurch sehen konnte, wie durch einen
Röntgenschirm. Was ich von dort aus sah, war nun wirklich nicht
einladend. Da draußen in der Welt tobte der Wahnsinn. Tote,
Flucht, Hunger, Angst. Die Frau, deren Bauch ich bewohnte, hatte noch
zwei Kinder, die sie um jeden Preis beschützte. Die Aussicht, die
sich mir bot, machte mir absolut keine Lust, die warme, schützende
Hülle zu verlassen.
Aber
die Natur hat ihre eigene
Konsequenz. Sie ließ mich nicht in meiner warmen geborgenen Welt.
Der Krieg hatte fast alles zerstört - ich durfte leben!
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Meine
Mutter gehörte zu den tapferen Frauen, die sich lieber
scheiden ließen als mit einem Mann zu leben, der ihnen nicht die
selbstverständliche Unterstützung gab. Trotz ihrer Krankheit
war sie immer für uns Kinder da. Sie war stark genug, ihren Weg
allein mit ihren Kindern zu gehen.
Später
- ich war längst
erwachsen - erfuhr ich in mir, wie groß der Schmerz war, den
Vater "verloren" zu haben. Es war offensichtlich mein größer
Verlust, der viele Jahre fest in meinem Inneren verschlossen blieb.
Ich
suchte seine Nähe, nahm wieder
Kontakt zu ihm auf. Es war eine wunderbare Erfahrung, einfach zu
lieben, ohne den Vorwurf, dass er nie für mich da gewesen war.
Unsere erneute Begegnung war ein Stück Heilung für mich und
auch für ihn.
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"Mut zum eigenen Weg"!
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